Innehalten, die eigenen Gefühle wahrnehmen, bewusster reagieren: Achtsamkeit ist vielen als persönliche Praxis bekannt. Diese Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt kann uns helfen, mit Belastungen umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Doch welches Potenzial birgt sie für unser Zusammenleben? Wie kann aus dem Blick auf uns selbst ein stärkeres Wir entstehen?
Um solche Fragen ging es bei der 2. bundesweiten Konferenz und Fachtagung Achtsamkeit in der Bildung am 10. und 11. September 2026 an der Universität Leipzig, veranstaltet vom Projekt ABiK und dem AVE Institut für Achtsamkeit, Verbundenheit und Engagement. Rund 300 Menschen aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Studierendenschaft und Politik kamen zusammen. Auch wir von LifeXLab.de waren dabei.
Unter dem Leitthema Gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Lebenswelten im Miteinander gestalten ging es um die Verbindung zwischen persönlicher Entwicklung und gesellschaftlichem Wandel: um die mentale Gesundheit von Lehrenden und Lernenden, demokratischen Zusammenhalt und nachhaltiges Handeln.
Unsere Kurzreportage fängt Stimmen und Impulse der Konferenz ein: Das dänische Programm Democracy Fitness trainiert in 30-minütigen Einheiten Empathie, aktives Zuhören und das Aushalten von Uneinigkeit. Das Format Sprechen und Zuhören von Mehr Demokratie e. V. bringt Menschen ins Gespräch. Ein weiterer Beitrag greift Viktor Frankls Menschenbild auf und fragt, wie wir Menschen respektvoll begegnen können, deren Verhalten wir ablehnen. Außerdem geht es darum, ob Achtsamkeit die Verbundenheit mit Menschen weltweit und mit der Natur fördern kann.
Ein zentrales Anliegen der Tagung: Achtsamkeit soll dauerhaft in Bildungseinrichtungen ankommen. Susanne Krämer, Projektleiterin von ABiK, wünscht sich, dass sie als gelebte Haltung fester Bestandteil von Lehrplänen und der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften wird. So richtet sich der Blick auf den gesamten Bildungsweg: Schulen und Hochschulen können Menschen darin bestärken, bewusst zu entscheiden und Verantwortung für sich, andere und ihre Umwelt zu übernehmen.
Schau rein und erlebe, wie aus dem Blick auf sich selbst ein Miteinander werden kann.

Wie können Achtsamkeit und Bewegung den Schulalltag bereichern und Kinder sowie Lehrkräfte stärken? Im Interview stellt Tina Schütze-Fulton ihr Bildungsprogramm MeTAzeit vor und erklärt, wie Meditation, Bewegung und Achtsamkeit einen festen Platz im Schulalltag finden können.
Wie können wir in Zeiten von Polarisierung und Konflikten miteinander im Gespräch bleiben? Die Friedenspsychologin Dr. Nadine Knab erklärt, wie der bewusste Umgang mit Gefühlen und die Offenheit für andere Perspektiven zu mehr Verständigung beitragen können – im Alltag und in der Gesellschaft.
Und hier findest Du weitere Empfehlungen zum Thema Achtsamkeit. Entdecke Deinen Weg zu neuen Perspektiven und persönlicher Entwicklung.