Gerade in Zeiten zunehmender Konflikte und Polarisierung wünschen wir uns mehr Freundlichkeit im Miteinander und im Umgang mit uns selbst. Du kannst ganz einfach dazu beitragen, indem Du Verbundenheit sowie wohlwollende und annehmende Haltung kultivierst.
In dieser Metta-Meditation, auch liebende-Güte-Meditation genannt, trainierst Du Dein Gehirn darauf, Verbundenheit bewusster zu erleben, ohne dafür Dein Haus zu verlassen. Metta stammt aus dem Buddhismus und bedeutet liebende Güte und Freundlichkeit, die Du in dieser Meditation übst – gegenüber Dir selbst, einem geliebten Menschen, einer neutralen Person und schließlich jemandem, mit dem Du gerade im Konflikt bist. Auch schwierige Gefühle wie Angst oder Wut dürfen dabei sein. Sie können als Hinweis auf unerfüllte Bedürfnisse verstanden werden und nicht als etwas, das sofort verschwinden muss.
Studien bestätigen: Schon wenige Minuten liebende-Güte-Meditation stärken das Gefühl der Verbundenheit gegenüber fremden Menschen – bewusst wie unbewusst. Wird die Praxis über mehrere Wochen fortgesetzt, wachsen daraus dauerhafte Ressourcen wie Lebenszufriedenheit und weniger depressive Symptome. Auch die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen und das Verständnis für andere lassen sich so nachweislich verbessern.
Verbundenheit beginnt in Dir.
- Länge: ca. 6 Minuten
- Empfehlung: Regelmäßig üben, gerne täglich; besonders hilfreich in Phasen von Einsamkeit oder nach Konflikten
- Wann: Wenn Du Dich von anderen oder von Dir selbst getrennt fühlst
Mögest Du glücklich sein!
Weiterführende Studien:
- Hutcherson, C. A., Seppala, E. M., & Gross, J. J. (2008). Loving-kindness meditation increases social connectedness. Emotion, 8(5), 720–724. – Zeigt, dass bereits wenige Minuten liebende-Güte-Meditation soziale Verbundenheit und Positivität gegenüber Fremden auf bewusster und unbewusster Ebene steigern.
- Fredrickson, B. L., Cohn, M. A., Coffey, K. A., Pek, J., & Finkel, S. M. (2008). Open hearts build lives: Positive emotions, induced through loving-kindness meditation, build consequential personal resources. Journal of Personality and Social Psychology, 95(5), 1045–1062. – Tägliche Praxis über mehrere Wochen steigert positive Emotionen, die wiederum Ressourcen wie soziale Unterstützung, Lebenszufriedenheit und geringere depressive Symptome aufbauen.
- He, X., Shi, W., Han, X., Wang, N., Zhang, N., & Wang, X. (2015). The interventional effects of loving-kindness meditation on positive emotions and interpersonal interactions. Neuropsychiatric Disease and Treatment. – Belegt Verbesserungen bei zwischenmenschlichen Interaktionen und dem komplexen Verständnis anderer bei Studierenden.