Menschen lassen nicht gerne los. Aber wer Zukunft gestalten möchte, kommt ohne Loslassen nicht weiter. Wie bleibt man dabei handlungsfähig, statt in Panik oder Erschöpfung zu landen? Was hilft uns dabei im Beruf und im Alltag? Und warum ist es wichtig, ehrlich ironisch zu sein?
Darüber haben wir mit Judith Block gesprochen, die wir in Frankfurt am Main besucht haben. Sie ist Zukunftsforscherin und Mitgründerin von The Future:Project, einem Think-Tank für Zukunftsforschung. In ihrer Arbeit begleitet sie Unternehmen durch Umbrüche. Dabei geht es ihr darum, Zukunft nicht vorherzusagen, sondern sie zu entwerfen. Dafür braucht man kein Expertenwissen, sondern ein Gespür für aktuelle technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Bedürfnisse, Fantasie und die Fähigkeit, zwischen Dystopie und Utopie zu denken.

Im Interview erklärt Judith Block, wie wir mögliche Entwicklungen antizipieren können und welche Haltungen und Tools helfen, wenn die Gegenwart unruhig wird.
Aus diesem Interview erfährst Du:
- Wie Gegentrends den Wandel antreiben
- Warum uns lineares Denken nicht weiterbringt
- Wie Transformationsmüdigkeit entsteht und was dabei hilft
- Was metamodernes Denken ausmacht
- Was radikale Zuversicht bedeutet und wie man sie üben kann
Ein Gespräch darüber, wie wir uns nicht in apokalyptischen Szenarien versinken, sondern auch die Schönheit im Wandel entdecken können.
Sieh Dir das Interview an und entdecke, welche Zukunftskompetenz bereits in Dir steckt.
Zuversicht lässt sich üben — das zeigt auch unser Gespräch mit dem ZEIT-Journalisten und Autor Ulrich Schnabel darüber, woher Hoffnung in Krisenzeiten kommt und wie wir Gemeinsinn herstellen.
Schau Dir zwei weitere Gespräche aus unserer Reihe zu Futures Literacy an: Christina Moser zeigt, wie Zukunftsdenken zum Alltagswerkzeug werden kann, und Dr. Stefan Bergheim nimmt Dich mit in seine Zukünftelabore, wo er Zukünfte spielerisch erarbeitet.
Porträt von Judith Block (bearbeitet): Laura Brichta